Was ist der Unterschied zwischen Moderation, Mediation und Training?

Eigentlich ganz einfach: Moderationen gestalten einen Prozess, der inhaltlich von Auftraggebern definiert wird: (z.B. die Planung eines Events, Aufbau von Vertrauen im Team) Inhaltlich hält sich die Moderatorin komplett raus, strukturiert allerdings die verschiedenen Phasen, achtet auf die Zeitnahme und unterstützt bei der Visualisierung. Je nach Thema, stellt sie der Gruppe zielführende Fragen, gibt auch indirekt Anregungen über Übungen und je nach Thema schon mal Feed Back. Der Fokus im Prozess liegt darauf, ein vorher angegebenes Ziel in einer begrenzten Zeit zu erreichen.

Mediation gestaltet ebenfalls einen Prozess, allerdings einen, der sich inhaltlich um einen Konflikt dreht. Der Fokus im Prozess liegt darauf, dass alle Seiten gleichermaßen zu Wort kommen, sich respektvoll die Hintergründe und gemeinsamen Interessen mitteilen können und im Idealfall schon die ersten Lösungsansätze entwickeln. Auch hier hält sich die Mediatorin inhaltlich komplett raus, strukturiert und visualisiert so, dass sich die Emotionen beruhigen können, um dann kreativ an der Lösung zu arbeiten. (Konflikte sind immer emotional aufgeladen) Zeitlich geht das solange,bis die Mediation beendet wird, weil man sich nicht einigt oder besser bis eine Lösung erreicht wird, die für alle Seiten stimmig ist.

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effizient und zielgruppengerecht

Auf Augenhöhe mit den Teilnehmern. Prozessorientiert, zielorientiert und ressourcenorientiert.

Training dient der Kompetenzentwicklung und Wissensvermittlung und folgt den Prinzipien der Erwachsenenbildung. Die Trainerin versteht sich auf Augenhöhe mit den TN und bietet ihre Expertise interaktiv an (eben kein klassischer Unterricht). Die TN bringen ihre Expertise ebenfalls mit ein und „nehmen“ mit, was sie für richtig und wichtig halten. Inhaltlich bietet die Trainerin Informationen, die entsprechend des Auftrages ausgewählt wurden, an, plant für die Entwicklung von Kompetenzen Übungen, bietet Feed Back und Ideen an – und dies immer im Dialog mit den Teilnehmer_innen. Der Fokus dieses Prozesses liegt auf der Gestaltung von „Lernschritten“.

Eine kurze Nebenbemerkung zu virtuellen Trainings:

Die Vermittlung von Inhalten auf virtueller Ebene dauert häufig länger als face to face Maßnahmen, der Vorteil liegt aber in der Ortsunabhängigkeit und bei Aufnahmen auch Zeitunabhängigkeit. Wenn also Handlungskompetenzen entwickelt werden sollen, bietet sich u.U. eine Kombination von Präsenz- und online-Formaten an. Das hängt damit zusammen, dass vor Allem der Kontext bei allen Kommunikationsthemen der entscheidende Faktor ist und die Umsetzung von einem Tool häufig nicht ausreicht. Aber abgesehen davon, habe ich gemischte Erfahrungen damit gemacht, dass sich Zielgruppen wirklich über virtuelle Plattformen fortbilden. Manchmal ist die Motivation sehr hoch und die Teilnehmer_innen nehmen sich die Zeit und machen sogar Übungen, erarbeiten sich Wissen und diskutieren. Oft jedoch geht nach dem Präsenztraining die individuelle Fortbildung im Arbeitsalltag unter. Es schwankt wirklich sehr stark.

Wie lange dauern die verschiedenen Maßnahmen?

Auf dies Frage ist die Antwort leider nicht ganz so einfach. Denn was oben theoretisch recht klar klingt, wird in der Realität häufig anders angefragt. Beispielsweise wird eine Moderation angefragt, aber im Laufe des Gespräches stellt sich heraus, dass es sich um einen Konfliktsituation handelt. In diesem Fall, wären ein ganzer Tag bei einer Gruppe, ein halber Tag bei einer Kleingruppe plus ein Follow Up Termin sicherlich angemessen. Für klassische Trainings, bei denen eine Haltungs- oder Verhaltensänderung angestrebt werden, sind in vielen Fällen zwei Tage optimal. Für Mediationen hängt es natürlich von der Motivation der TN und der Intensität des Konfliktes ab, aber meist werden mehrere Termine geplant.

Aufgrund der Organisationsstruktur werden die MA häufig auch nur zwei Stunden freigestellt, um etwas zu klären, was viel länger dauert. Oder aber man fragt ein Training an, das über mehrere kürzere Einheiten läuft, eventuell auch virtuell - kurz und knapp als „Nugget“.